
Bjarki
Swissydog
Appenzeller Sennenhund x Entlebucher Sennenhund
Mit Bjarki begann das Huetehund Drama und damit verbunden auch die große Liebe zu diesen Spezialisten.
20.10.21-22.03.23 🌈





Bubis Geschichte

Wie kamen wir aber nun auf den Swwissy Dog?
Das ist kurz und knapp einfach gesagt: So wie man es nicht machen sollte.
Wir hatten uns damals für einen Rassehund von einer 'Züchterin' entschieden und über ein Jahr lang auf der Warteliste gestanden. Der Welpe sollte meine 'Belohnung' für die abgeschlossene Ausbildung sein und mir den Traum von einem Arbeitshund erfüllen mit welchem ich Aktiv in die Rettungshundearbeit starten wollte als Ausgleich zu meinem Job. Die Rasse war eine ganz andere und auch kein Hütehund, aber das ist ja auch nebensächlich. Wie dem auch sei, ich freute mich wahnsinnig als es so weit war und fieberte dem Tag des kennen lernens der Welpen entgegen. Leider war der Kontakt mit besagter Züchterin eher schwierig und mein Bauchgefühl sagte schon von Geburt an das hier was nicht stimmt und wir es besser sein lassen sollten. So sagte ich schweren Herzens den Welpen ab und war wirklich traurig. Ich hatte mich über ein Jahr lang auf das Abenteuer Welpe gefreut und wollte doch alles richtig machen. Außerdem habe ich meinen kompletten Jahresurlaub genommen um dem Welpen alles zu zeigen und die Basics näher zu bringen. Was macht man in so einer Situation? Naja nicht das was ich gemacht habe. Impulsiv wie ich manchmal leider bin musste 'Ersatz' her. Und ja ich mache mich dadurch angreifbar weil ich ein Vorbild sein sollte und das der absolut falsche Weg war. Und ich musste das schmerzlich lernen daher lohnt es sich weiter zu lesen und aus meinen Fehlern zu lernen. Aber weiter im Text: ich brauchte so sehr einen Welpen das wir kurzerhand ein Rasselexikon aufschlugen und nach Bildern (WTF?) schauten die uns zusagten. Die Sennenhunde sagten uns zu und ja in der Rassebeschreibung standen tolle Dinge wie 'geht für seine Familie durchs Feuer' die ich damals als Annsprechend empfunden habe. Aus heutiger Sicht beinhaltete die Beschreibung zwischen den Zeilen viele 🚩🚩🚩. Aber damals war ich einfach Blind für sowas und auf Züchter hatte ich sowieso keinen Bock mehr sodass kurzerhand das Internet herhalten musste und über EK dann die angeblich super gesunden Hybride auftauchten wovon schnell einer ausgesucht wurde und 2. Wochen später dann Bjarki bei uns einzog.
Appenzeller x Entlebucher Sennenhund
Aber wie ging es dann weiter ?
Natürlich überglücklich mit meinem Welpen! Oder etwa nicht?
Tja anders als gedacht war Bubi nicht der easy peasy Welpe. Kurzgefasst war er von Anfang an krank. Krank physisch sowie genetisch vollkommen entsprechend eine Herausforderung. Er wurde nicht Stubenrein, verlor konstant Urin sodass wir von Tierarzt zu Tierarzt gingen und keine eine Lösung fand. Verhaltenstechnisch hatte dieser Hund keine Ruhe, er schlief nie. Schrie wenn ich gegangen bin alles zusammen und Menschen die er nicht kannte fand er abgrundtief scheisse. Entschuldigt die Wortwahl aber Bubi war auch immer geradeheraus 😂
Schnell war klar: Alleine ist das nicht zu stemmen und so klapperten wir einige Hundetrainer ab bis wir jemanden fanden (Natürlich 1,5 Std Fahrtweg entfernt) die uns endlich ein Stück weit helfen konnte. Mein Alltag bestand nun nicht aus Rettungshundetraining, Friede Freude Eierkuchen und purer Liebe, sondern viel mehr aus Impulskontrolltraining, Frustrationstoleranz und Ruheübungen. Dieser Hund forderte mich den GANZEN Tag. Jedes Staubsaugen war verbunden mit Training, Spazieren gehen ein einziger Balanceakt und letzten Endes war selbst Besuch empfangen einfach nicht mehr möglich. Aber ich habe diesen Hund geliebt. Jede seiner Macken gehörte dazu und ich liebte alles daran, ich fand meine innere Mitte denn ohne Ruhe war mit Bjarki nichts anzufangen. Wir machten langsam Fortschritte, minimale aber für mich absolut überwältigend. Bis wir Giftköder im Garten hatten...
Dieser Tag veränderte alles.
Anfang März 2023 hat uns jemand Giftköder in den Garten geworfen.

Sowohl Sheela als auch Bjarki haben die mit Ibuprofen (?) gespickten Frikadellen gefressen. Beide überlebten, doch für Bjarki war es der Anfang vom Ende. Seit der Aufnahme war er körperlich schwach. Wir wissen nicht ob es Zufall war oder die Giftköder etwas in ihm getriggert haben. Fakt ist dass seit diesem Tag der körperliche Zerfall begann. Er kotete ein, atmete schwer und die Inkontinenz wurde so schlimm das er ohne Windel Zuhause nicht mehr tragbar war. Er nahm in 2 Wochen 8 Kilo ab und konnte sich nur schwer auf den Beinen halten. Beim Tierarzt erlitt er einen epileptischen Anfall und musste reanimiert werden. Zu diesem Zeitpunkt war er 17 Monate alt. Er überlebte die Nacht und kam nochmal für 4 Tage nach Hause bevor er Abends erneut zusammenbrach. Die Schleimhäute waren schneeweiß und ich wusste das hier ist das Ende. Wir fuhren in die Klinik und wurden von vielen fremden Menschen empfangen. Bubi brauchte keinen Maulkorb. Er konnte nicht mehr. er wurde mitgenommen und nach einem langen Gespräch war klar: Wir suchen die Nadel im Heuhaufen. Eine Autoimmunerkrankung oder ein Hirntumor. Beides mit unklarer Prognose, der Hund in einem Zustand der nicht mehr tragbar ist. Bubi wurde an diesem Abend in unserer Anwesenheit zu den Sternen geschickt und endlich erlöst. Sein Herz hörte bereits auf zu schlagen nachdem ihm das Beruhigungsmedikament gespritzt wurde. Die Entscheidung war richtig und das Zusammenleben mit Bjarki eine riesen Erfahrung voller Aha-Momente und unbeschreiblicher Liebe für diesen Sonderling 🌈


